__Aus dem Osten was Neues

3. Abonnementkonzert, So, 22.01.2017, 19.00 Uhr , CCP, Großer Saal
Werkeinführung 18:15 Uhr
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Alexander Glasunow (1865-1936)
Konzert Es-Dur für Alt-Saxophon und Streichorchester op. 109
Alexander Borodin (1833-1887)
Nocturno für Streichorchester
Karl-Erik Larsson (1908-1986)
Konzert für Saxophon und Orchester
Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893)
Souvenir de Florence für Streicher op. 70


Jan Schulte-Bunert, Saxophon
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Wolfgang Emanuel Schmidt, Leitung

Nicht nur die russische Komponistenseele, sondern auch die Lust auf Neues ist ein wichtiges Stichwort dieses Programms. Als Alexander Glasunow 1934 auf das heftige Drängen des berühmten Saxophonisten Sigurd Raschèr ein Orchesterkonzert für Saxophon komponierte, war das sowohl für den Komponisten als auch für das Publikum etwas Neues: Da kam das gern als nur "mittel-ernst" abgetane Saxophon ganz frech aus dem Jazz-Keller mitten in den klassischen Konzertsaal – und behauptete sich auch noch!

Und was ist „neu“ an Tschaikowsky? Sein „Souvenir de Florence“ überrascht vielleicht vor allem wegen seines so positiven Grundtones bei aller Moll-Tonart. Vor allem aber spielte Tschaikowsky darin mit ganz neuen Formen, die aus Klangeffekten geboren wurden. Einfach zum „Erholen“ erklingt schließlich noch Borodins berauschend schönes Nocturno aus seinem 2. Streichquartett: Musikalischer Genuss pur!

„Alles bei Glasunow ist so elegant gemacht, alles klingt so hell und saftig.“ Vjaceslav Karatygin (russischer Kritiker)

 

 

Tickets

Jan Schulte-Bunert
Jan Schulte-Bunert, Foto: Boris Streubel

Wolfgang Emanuel Schmidt
Wolfgang Emanuel Schmidt, Foto: Indira Koch

__Jan Schulte-Bunert, Saxophon

Nach früher Leidenschaft für das Saxophon (Bundessieger „Jugend musiziert“ und Gewinner des Int. Wettbewerbs Kerkrade) Studium an der Universität der Künste Berlin und an den Konservatorien von Lyon und Amsterdam, zusätzlich Kammermusikstudium an der Hanns-Eisler-Hochschule Berlin „mit Auszeichnung“. Nach zahlreichen Wettbewerbspreisen heute einer der Pioniere der neuen deutschen Schule des Saxophons und seit 2002 zu hören als Saxophonist bei den Berliner Philharmonikern, als Solist u.a. mit dem Beethoven-Orchester Bonn und dem Radio-Sinfonieorchester Berlin sowie mit dem Saxophonquartett „clair-obscur“.Konzerte in Europa, Amerika (Carnegie Hall New York) und Asien. Zahlreiche CD-Produktionen (u.a. die deutsche Ersteinspielung von John Williams‘ „Escapades“) und Auszeichnungen (ECHO Klassik). Dozent an der Musikhochschule Rostock, der Akademie für Tonkunst Darmstadt und auf internationalen Meisterkursen.

___WOLFGANG EMANUEL SCHMIDT, Leitung

Der Dirigent und Cellist Wolfgang Emanuel Schmidt konnte schon während seines Cellostudiums bei David Geringas und Aldo Parisot mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen auf sich aufmerksam machen, u.a. mit dem Grand Prix beim Rostropowitsch-Wettbewerb in Paris und beim Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb. Seitdem konzertierte er in Europa, Russland, den USA und Asien mit bedeutenden Orchestern und Kammermusikpartnern wie Lang Lang und Leonidas Kavakos und trat u.a. in der Berliner Philharmonie, der New Yorker Carnegie Hall, der Londoner Wigmore Hall und der Suntory Hall in Tokyo auf. Schon während seines Studiums an der Juilliard School in New York bildete das Dirigieren einen Bestandteil seiner Ausbildung, doch ließ er es zunächst für seine erfolgreiche Cellistenlaufbahn ruhen. 2010 gründete er das Kammerorchester "Metamorphosen Berlin". Mit ihm und weiteren Orchestern gastierte er als Dirigent in Deutschland, der Schweiz und Spanien. CD-Aufnahmen als Cellist und als Dirigent erschienen bei Sony Classical und Capriccio, u.a. ausgezeichnet mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Diapason d'Or.